WINOPOLY 2011

Hinter WINOPOLY steht die Idee, die performativen Mechanismen des Gesellschaftsspiels Monopoly ortsspezifisch auf die Kulturlandschaft München anzuwenden. Dies mit dem Ziel, Kultur als dynamischen Prozess permanenter Auf- und Entwertung sichtbar zu machen. Gemeinsam mit dem Publikum wird so mittels des Strategiespiels eine diskursiv-kritische Auseinandersetzung mit der Herstellung von (kultureller) Öffentlichkeit in Gang gesetzt und dieses als auf kapitalistischen Prinzipien basierendes System entlarvt.

2011 wird WINOPOLY in einer Neuauflage als 24-Stunden-Performance, die das ‚Making of‘ einer Gameshow abbildet. Der Produktionsprozess von WINOPOLY wird bis Februar 2011 über das den voriegenden Blog sowie über Veranstaltungen, die imVorfeld stattfinden transparent gemacht werden.

WINOPOLY 12.2.2011, i-camp/NT, Entenbachstr. 37, München, Einlass 20 Uhr.

Produzent: Robert Hofmann

Soundscapes: Daniel Door

live-Band: STYLEBRUSH (Rock’n’Roll)

WINOPOLY 2011 findet in Kooperation mit Entente Cordiale im i-camp/Neues Theater München statt.



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unicorns crossing

Zeit, persönlich zu werden, und für einen Moment die cultural-studies-Sprache, der ich verfallen bin, auf Eis zu legen. Ich war auf Twitter oder auf Facebook, oder was weiß ich wo und plötzlich hieß es: Macht Einhörner! Und ich so: Hä? Wie kommen die denn jetzt darauf? Das mir, wo ich zu Einhörnern eine besondere Beziehung habe, weil mich die Idee fasziniert. Und weil es mich interessiert, wie Mythen entstehen, wie sie tradiert werden und sich weiterentwickeln. Der Huck Haas von Stijlroyal und der Nilz Bokelberg hatten die Idee mit dem Einhorn-Bewerb im Netz. Dann hatte ich nach einiger Hirnmarterei, um ehrlich zu sein, die Idee zu ‚unicorns crossing‘. Denn Einhörner und Drachen sollten ja sicher über die Straße kommen können. Das vergessen wir nur zu oft, hier in Westeuropa. Aber das ist ein anderes Thema. Und so habe ich zum zweiten Mal in meinem Leben ein Einhorn gebastelt, oder wie man es nennen will. Mein vorheriges war ein kleines Popup aus Papier, das ich dem Christoph Schlingensief geschenkt habe. Das war 2006 in Salzburg. Und als mein zweites Einhorn fertig war, da hörte ich, dass der Schlingensief gestorben sei. Was das Alles miteinander zu tun haben soll, das weiß ich nicht. Vielleicht nichts. Dennoch denke ich, dass der Himmel nun definitiv ein besserer Ort ist, mit dem Schlingensief darin.

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Jennyfair 2010 DeGeneration

In Form einer pseudoempirischen Untersuchung lässt Mizzi Schnyder ihre Pigment­flecken zählen. Die so ermittelten Zahlen werden mit schwarzer Farbe auf die Haut ge­schrie­ben.

Unter dem Begriff „Pigment­fleck“ zusammengefasst werden verschiedene meist gutartige Fehlbildungen der Haut. Während das einzeln stehende Muttermal als Schönheits-Signifikant gelten kann, welches auch (z. B. durch Schönheitspflaster, Madonna-Piercing) imitiert wird, gelten die in einer Vielzahl erscheinenden Flecken als unschön bzw. krankhaft und sind ein Fall für die kosmetische Chrirugie. In der Arbeit wird die Fehlbildung in einer klinisch simulierten Umgebung studiert. Durch das Bezeichnen wird sie eigens betont. Gleichzeitig wird durch den Prozess der Beschreibung/Überschreibung eine neue in irritierender Weise poetisch aufgeladene zweite Haut geschaffen.

one-two-three…, 2007-2010, Videoinstallation (vorr. 7-10 Minuten)

Darsteller: Mizzi Schnyder & Bastian Wilplinger

Konzept/Idee, Regie, Schnitt: Mizzi Schnyder

Bild (Kamera & Filmstills): Judith Benedikt

Licht: Stephan Ludescher, Krisztina Kerekes

Maske: Katharina Haberler

Assistenz Bühnenbild/Setrunner: Ani Mezaduryan

Drehsäule: FAES Werbegestaltung

Mit dankenswerter Unterstützung der Universität für darstellende Kunst Wien. Besonderer Dank an Franz Bruckner, Horst Pitschuch, Gerald Heuschmid.

DI.04MAI

18Uhr
Vernissage
Jennyfair Degeneration
dieAusstellungsstrasse &
Kaltbecken Pratersauna

22Uhr
Jennyfairs Grand Opening Night
Konzerte von: das Fieber,
When yuppies go to hell &
Supra+
Fluc Wanne

http://www.jennyfair.at/

KünstlerInnen:

Zara Alexandrova, Nora de Baan, Jürgen Böheimer, Katharina Cibulka, Wagner Felipe dos Santos, Hélène van Duijne, Dejan Dukic, Verena Dürr, Ralf Edelmann, Baptiste Elbaz, Martin Faiss, Moritz Friedel, Nora Friedel, Golo Gogginger, Lola Göller, Martin Grandits, Stephan Hafner, Jochen Höller, Bernhard Hosa, Judith Hütter, Ulrike Königshofer, Eva Kosinar, Mike Kostner, Liane Lang, Wolfgang Lehrner, Anabel Leiner, Lluis Lipp, Angelika Loderer, Matthias Makowsky, Michael Marcovici, Maria Margarethe, Michael Niemetz, Josip Novosel, Elsa Okazaki, Orell, Maximilian Pramatarov, Ulla Rauter, Julia Rublow, Christian Rupp, Jakob Schieche, Anita Schmid, Mizzi Schnyder, Bjørn Segschneider, Ivonne Stark, Anna Steinhäusler, Nino Stelzl, Jan Stradtmann, Sophie Tiller, Simon Veres, Tomek Vollmann, Roswitha Weingrill, Niki Weitzer, Gerald Zahn, Zweintopf

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WINOPOLY – live Video & soundscapes

WINOPOLY Ein begehbares Spiel mit und über Münchner Kulturinstitutionen von Mizzi Schnyder (Wien). 18. – 20. September 2009 / 17:00 -22:00 Uhr | i-camp/Neues Theater München PROGAMMREIHE TENT.

Kamera Wolfgang Schnecke, Sound: Daniel Door

Soundscapes by Daniel Door:

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2010…

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‚resterreich‘

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‚Resterreich‘ ist ein Begriff, der nach 1918 geprägt wurde, als die alpine Republik massive territoriale Verluste in Kauf zu nehmen hatte. Als vormals drittgrößter europäischer Staat empfand man sich als Rest.

Mit einer getürkten ‚Resterreich‘-Flagge wurde einen Tag lang in der Wiener Innenstadt demonstriert.

Mizzi Schnyder in STIJLROYAL12

(Mizzi Schnyder in  STIJLROYAL12)

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‚resterreich‘ Demonstration für eine Person Wiener Innenstadt, September 2009

Fotos: Peter Seelig

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